BioRack

Schaltschränke aus Hanf und Flachs
Bei der Entwicklung des BioRacks experimentiert Rittal mit neuen Werkstoffen mit der Zielsetzung, nachhaltige, umweltverträgliche und leicht abbaubare Materialien in der Schaltschrank- und Gehäusetechnik umzusetzen. Dabei könnten Biokunststoffe - auch Bioplastics genannt - interessante Ansatzpunkte sein.
Als Biokunststoff werden Kunststoffe bezeichnet, die auf Basis von nachwachsenden Rohstoffen erzeugt werden. Als Ausgangsstoffe dienen dabei aktuell vor allem Stärke und Cellulose als Biopolymere von Zuckern, mögliche Ausgangspflanzen sind stärkehaltige Pflanzen wie z.B. Mais oder Zuckerrüben sowie Hölzer, aus denen Zellulose gewonnen werden kann. Weitere potentielle Rohstoffe wie Chitin und Chitosan, Lignin, Casein, Gelatine, Getreideproteine und Pflanzenöl kommen für die Herstellung von Biokunststoffen in Frage. Sie gehören entsprechend zu den Biowerkstoffen. Zusätzlich könnten natürliche Füllstoffe wie Holzfaser, Flachs, Hanf oder Sisal zum Einsatz kommen.

Stabilität, Leitfähigkeit und Feuerfestigkeit werden durch Hinzufügen so genannter Additive erreicht, die diese Materialeigenschaften steuern. Bei steigenden Rohstoffpreisen und Entsorgungskosten könnten die umweltfreundlichen Werkstoffe zukünftig eine kostengünstige Alternative darstellen. Eine erste Konzeptstudie wurde im Rahmen der CeBIT und Hannover Messe 2008 der Öffentlichkeit vorgestellt.
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