Solare Klimatisierung



Die Nutzung erneuerbarer Energien soll in zunehmendem Umfang die Substitution fossiler Brennstoffe ermöglichen und damit nachhaltig zur Senkung der CO2-Emissionen beitragen. Die Bundesregierung hat in ihrem Klimaschutzpaket, das Mitte 2008 verabschiedet wurde, das Ziel ausgegeben, bis 2020 den Einsatz erneuerbarer Energien in der Stromerzeugung und am Wärmemarkt zu verdoppeln. Zunehmend wird die Nutzung von Solarenergie auch in Klimatisierungskonzepten diskutiert, um Kältemaschinen anstatt mit elektrischer Energie aus dem Netz mit erneuerbaren Energien zu betreiben.
Insbesondere für Regionen wie den Mittelmeer-Raum, der eine hohe Sonneneinstrahlung aufweist und die ganzjährige Solarnutzung ermöglicht, sind solche Konzepte zukunftsweisend. Dafür eignen sich insbesondere solarthermische Anlagen als Antriebswärme, aber auch die Nutzung sonstiger Wärmequellen wie Blockheizkraftwerken (BHKW), Fernwärme oder Geothermie.


Abb.: Funktionsprinzip einer
Adsorptionskältemaschine

Die Entwicklung steht hier erst am Anfang und zunächst stehen die Büro- und Gebäudeklimatisierung im Fokus. Prinzipiell eignet sich diese Technologie aber auch, um die Klimatisierung von Rechenzentren zu unterstützen. Sehr hohe Investitionskosten sowie noch nicht ausreichende Wirkungsgrade sind die Gründe dafür, dass solche Konzepte wirtschaftlich noch nicht darstellbar sind. Deutlich günstiger ist der Einsatz von Chillern in Verbindung mit optimierter Freikühlung. Im Sprachgebrauch sind Absorptions- und Adsorptionskältemaschinen zu unterscheiden. Absorption wird bei größeren Leistungen eingesetzt (>150 kW), Adsorption bei Kleinleistungen (7,5-50 kW).

Nichts desto trotz wird das Thema Solare Kühlung in den nächsten Jahren eine interessante Option darstellen, die Rittal weiter intensiv beobachten wird.

» Weitere Informationen  (www.sortech.de)