IT-Security in der Automation


Mehr Sicherheit durch Prävention - Physikalische IT-Sicherheit in Automatisierungssystemen

Egal ob Rechenzentrum oder Leitwarte – hochwertige IT-Komponenten kommen heute überall zum Einsatz, um komplexe Prozesse zu realisieren. Gerade im „feindlichen“ Industrieumfeld, wo Hitze, Staub, Feuchtigkeit, EMV und Vibrationen zum Alltag gehören, müssen empfindliche Hard- und Software-Systeme durch umfassende Sicherheitslösungen „lebensfähig“ gemacht werden. Mit dem Überwachungssystem CMC-TC bietet Rittal jetzt modulare und flexible IT-Sicherheitslösungen für die Automatisierung. Durch den vermehrten Einsatz moderner Informationstechnologie (IT) in Automatisierungssystemen gleichen sich die Methoden zur Überwachung der relevanten physikalischen Parameter in Industrie und IT zunehmend an. Dazu zählen analoge/digitale Signale, Zugangskontrolle, Temperatur, Feuchte, Rauch etc. Dabei müssen alle Parameter, die Einfluss auf die Verfügbarkeit der eingesetzten Elektronik nehmen, überwacht werden.

Einfach per Plug & Play

In der IT werden diese Parameter häufig mit speziell dafür entwickelten Infrastruktur-Überwachungssystemen kontrolliert. Zur lückenlosen Überwachung der physikalischen Rack- und Raumsicherheit wird hierfür das Computer-Multi-Control CMC-TC angeboten, das sich durch eine Plug&Play-Sensorik via Internet einfach und aus der Ferne managen lässt. Das Kernstück des modular aufgebauten Systems ist dabei eine Processing-Unit, die über einen Ethernet-Netzwerkanschluss und Anschlüsse für I/O-Units verfügt. An diese I/O-Units lassen sich die Sensoren anschließen. Die Benutzer können genau die Sensoren einsetzen, die sie im jeweiligen Umfeld benötigen, ohne sich Gedanken über die Signaltypen oder Port-Belegungen machen zu müssen. Somit können spezielle Anwendungen wie die Zutrittskontrolle über Türschlösser und Kartenleser oder die Überwachung von Filterlüftern und Kühlgeräten schnell realisiert werden. Da sich das gesamte System modular erweitern lässt, kann man Anlagen mit mehr als 100 IT-Schränken überwachen, wobei in solchen Anwendungen häufig überlagerte Management Systeme eingebunden sind.

Sicherheitslücken im Industriebereich

Im Gegensatz dazu wird in der Industrie der Zugang zu Steuer- und Netzwerkschränken häufig nicht überwacht. Hier ist oft ein leichter Zugriff über einfache Doppelbartschlüssel möglich. Aber erschwerte Bedingungen wie hohe elektrische Leistung, Wärmeverluste, Staub, Feuchtigkeit, Chemikalien, Öle, Fette, Vibrationen und EMV können den ordnungsgemäßen Betrieb von IT-Hardware stören. Neben Gehäusen und Schränken in passender Schutzart ist deshalb die Überwachung von Klimageräten, Strömen, Vibrationen, Feuchtigkeit, Temperatur und Zugang erforderlich, um einem Ausfall von Hardware und damit Produktionsstillstand vorbeugen zu können. Aufgrund der steigenden Komplexität der eingesetzten Komponenten und insbesondere der Produktionsnetzwerke auf Basis von Industrial Ethernet, sind immer mehr unterschiedliche Personen und Fachbereiche wie MSR-Technik, IT oder Klimatechnik in die Lösung einer Automatisierungsaufgabe eingebunden. Dem Zugriffsschutz und der Überwachung der Automatisierungsinfrastruktur wird daher in Zukunft eine viel größere Bedeutung zukommen. Moderne Lösungen müssen sich daher an den Kenntnissen aller Verantwortlichen orientieren, um Fehlbedienungen und damit Ausfälle auszuschließen. Da zudem ein klarer Trend zur Modularisierung zu erkennen ist, gilt es, Funktionen für den Anwender einfach und transparent zu machen.

Warum CMC-TC?

Infrastruktur-Überwachungssysteme, wie das CMC-TC, bieten deshalb auch für den Industriebereich eine modulare Lösung mit eindeutig definierter Aufgabenstellung zur Überwachung der physikalischen Umgebungsparameter. Das System kann sowohl separat als auch in Verbindung mit vorhandenen Automatisierungssystemen eingesetzt werden. Überwachungslösungen mit CMC-TC unterscheiden sich dabei von der Realisierung mit einer SPS wie folgt: Für Infrastruktur-Überwachungssysteme


Gerade wenn die Vernetzung sowie Inbetriebnahme von Netzwerkkomponenten innerhalb der Automatisierung durch IT-Dienstleister und -Abteilungen realisiert wird, ist in der Praxis der Zugriff auf die SPS oder das Automatisierungssystem häufig nicht erwünscht. Mit dem Einsatz von CMC-TC, das durch IT-Mitarbeiter und MSR-Personal eingerichtet und verwaltet werden kann, ist somit ein Eingriff in die aktive Automatisierung durch anderweitig qualifiziertes Personal nicht erforderlich, eine Ankopplung an die Automatisierung jedoch jederzeit möglich (Ethernet, OPC, SNMP). In der Einfachheit des Systems liegt gleichzeitig seine große Stärke.